Hey Leute!
News von der Insel. Erst mal was nicht so erfreuliches: Unsere kleine Katze ist leider bereits ein Tag nachdem der Tierarzt da war gestorben. Sie hatte Würmer und die Hilfe kam einfach zu spät. Wir haben den kleinen Wayan dann im Garten begraben, RIP.
Letzte Woche sind wir ins Landesinnere gefahren und sind auf einem reisenden Gebirgsfluss 3 Stunden geraftet. War ein riesen Gaudi. Die Landschaft mit den vielen Wass
erfällen, Schluchten und Reisfeldern ist bombastisch. Inklusive Busfahrt und fantastischem Mittagessen hat der Spass 9 € gekostet. Und am frühen Samstagmorgen gings dann auch schon nach Nusa Lembongan. 1 Stunde mit der Fähre (extrem überfülltes Fischerboot) und schon ist man im Paradiest. Wie schon vor 3 Wochen haben wir uns ein kleines Bungalow direkt am Strand genommen (3 €/Nacht) – vom Bett aus kann man direkt aufs Meer schauen. Wayan hat uns mit frischem Fisch und anderen Leckereien verwöhnt, wir waren schnorcheln, am Strand mit Djembe und Gitarre jamen und am Sonntag Abend haben uns unsere neuen Freunde in die Balinesische Tracht eingekleidet und uns in den Tempel auf eine Hindu-Zeremonie mitgenommen – ein tolles Erlebnis was nicht jedem Tourist gegönnt ist. Den Hahnenkampf zu Ehren der Götter (auch im Tempel) haben wir leider verpasst, damn!
Das Beste war aber der Surf! Nusa Lembongan hat ein paar super Surf-Spots, die vor allem nicht überlaufen sind. Roland und ich waren an einem Tag sogar ganz alleine da. In Kuta (meine Homebase) ist nämlich meistens die Hölle los. Ich war zum ersten Mal Riff surfen (scharfe Korallenbänke, nur mit Surf-Boots möglich.. und hoffen dass man nicht allzu krass gewaschen wird) und vor allem 3
Meter hohe Wellen surfen… unglaublich geiles Feeling… Der Abschied fiel schwer, aber in ein paar Wochen geht’s zurück.
Gestern Abend hatten 2 Freunde Geburtstag und wir waren ein bischen auf Tour… in einer Bar spielte eine sehr gute Balinesische Coverband und die Jungs liesen mich spontan 2 Songs von Green Day und RATM mitspielen. Die Crowd ging ab und meine Schlagzeug – Durst ist vorerst mal gestillt. So, das wars von mir, jetzt ist wieder Uni-Life angesagt und bis auf weiteres ist auch nichts geplant – Deshalb: Tschö, bis bald!
Donnerstag, 24. April 2008
Nusa Lembongan die Zweite
Mittwoch, 16. April 2008
die 5. Woche - minggu nomor lima
Seid gegrüßt!
So, was gibt’s denn neues zu berichten? Ahh right, ich hab mir die letzten Tage einen lang ersehnten Traum erfüllt und mir eine Djembe (für die nicht-Schlagzeuger unter euch: das ist so ne afrikanische Trommel J ) gekauft. Handarbeit, toller Sound, persönliche Gravur – 50 €… In Deutschland würde die bestimmt um die 300 kosten. Am Ende meiner Balizeit schick ich sie dann für 14 € nach Hause (2 Monate Seeweg). Und nun wird, zum Leid meiner Mitbewohner und Nachbarn, zuhause im Zoo und mit den Locals am Strand fest gejamt (bei Sonnenuntergang besonders schön), außerdem treff ich mich ab und zu mit Kiki, bei dem ich die Djembe geka
uft hab, zum trommeln und surfen. Ein sehr netter Kerl, der von Java sehr arm nach Bali kam und sich sein eigenes kleines Unternehmen aufgebaut hat. Von ihm erfahre ich vieles über den Balinesischen Lebensstil und Kultur.
Ansonsten hab ich mal wieder ne Ohrenentzündung, die gleiche Scheiße wie beim letzten Mal, nur dass ich diesmal halb taub bin und noch mehr Antibiotikum und Tabletten schlucken darf. Naja, seit die Uni begonnen hat habe ich ja auch was zu tun – Hausaufgaben und heute hatte ich auch die erste Präsi in South-East Asian Economics: Das Terroranschlag von 2002 und die Auswirkungen auf die Indonesische Wirtschaft. Im Oktober 2002 explodierten mitten auf der Hauptstraße in Kuta, wo das Leben tobt (und auch wir oft unterwegs sind, gerade mal 5 Minuten von unserer Haustür entfernt) 2 Bomben, gezündet von muslimischen Extremisten mit Verbindungen zu Al Quaida. 300 Menschen starben. Am „Ground Zero“ steht heute ein riesiges Denkmal welches an die Katastrophe erinnert.
Desweiteren haben wir in den vergangenen Tagen noch ein paar Uni-Exkursionen unternommen, ein paar Tempel besucht und mal gesehn wie die Balinesische Wirtschaft so funktioniert – Kautschukfabrik, Kokos-Plantagen etc.
Wir haben jetzt übrigens ein Haustier, gestern ist uns ne total abgemagerte, gerade mal ein paar Wochen altes Kätzchen zugelaufen. Das arme Ding war durch die verkrusteten und vereiterten Augen total blind und war echt kurz davor alle 7 Leben auf einmal zu verlieren, aber nachdem der Tierarzt da war geht’s aufwärts und wir drei sind jetzt zu viert (die ganzen Geckos und Kakalacken mal nicht mit eingerechnet..).
Jetzt hoff ich dass die Ohrengeschichte bald wieder besser ist, denn am Wochenende wollen Roland, ich und ein paar Kommillitonen nach Nusa Lembongan – richtig, die kleine Trauminsel wo ich vor 3 Wochen schon war. Wir freuen uns auf 2 relaxte Tage und ein Wiedersehen mit Wayan. Stay tuned.
Montag, 7. April 2008
A students life
Selamat malam! Apa khabar?
Ha, so langsam werden meine Indonesischen Sprachkenntnisse immer besser. Das ist aber nicht alles was ich in der Uni lerne. Neben der Indonesischen Sprache und Geschichte haben wir Vorlesungen in South East-Asian Economics, Business Management, Finance and Investment und Marketing Management, alles auf Englisch versteht sich. Wie in Deutschland ist der Stoff ebenfalls sehr trocken und die Hitze trägt auch nicht unbedingt zur Konzentration bei. Allerdings ist das Niveau auch sehr niedriger als in Deutschland.Auf Bali zu studieren ist schon krass irgendwie. Morgens fahr ich erst mal 20 min. mit dem Roller zur Uni in die Hauptstadt Denpasar, der Verkehr ist ne Katastrophe. Wie schon mal erwähnt… es gibt keine Verkehrsregeln. Ein einziges Gehupe und Gedrängle. Die Uni an sich ist eigentlich ganzt nett. Vor den Vorlesungsräumen kleine Altäre mit Opfergaben und Räucherstäbchen. Zum Mittagessen gibt’s Nasi oder Mi Goreng (gebratener Reis oder Nudeln). Der Sprachkurs und die Vorlesung über die Geschichte und Kultur Indonesiens sind sehr interessant. Hier mal ein paar Facts:
Es ist ziemlich leicht sich die Namen der Balinesen zu merken, denn der Erstgeborene heißt immer Wayan, der
zweite Made, dann Nyoman und Ketut. Ab dem 5. Kind geht’s wieder von vorne los und ein I oder Mi vor dem Namen steht für männlich oder weiblich. Ich bin also I Wayan Simon J. Jetzt weiß ich auch warum auf Bali soviele streunende Hunde rumrennen: Da die Balinesen an die Reinkanation glauben werden die Köter schön in Ruhe gelassen, aus Angst der Hund könnte ein Vorfahre sein.
Die Sprache ist auch so ne Sache. Indonesisch ist ziemlich leicht für Europäer, es gibt keine Zeitformen, nur die Vokabeln sind nicht ohne. Zum Beispiel: Nama saya Simon. Saya orang jerman. Ini rumah saya. “Mein Name ist Simon, ich komme aus Deutschland. Das ist mein Haus.“ Wortwörtlich übersetzt heißt das aber: “Name ich Simon. Ich deutsch. Das Haus ich. … also gar nicht so schwer. Macht echt Spass jeden Tag was dazuzulernen und sich mit den Einheimischen zu unterhalten. Viele können nämlich kein Englisch und auch beim täglichen Handeln ist es ganz hilfreich wenn der Verkäufer merkt dass man kein Tourist ist. Auch sehr spassig: die Balinesische Bade- und WC-Kultur. zB die Frage nach dem WC… Zunächst fragt man obs ne Toilette gibt und dann sagt man dass man klein oder groß muss… Und da gibt’s noch viele andere lustige Geschichten.
Nachdem die Uni gestartet ist ist jetzt auch so was wie Alltag eingekehrt. Die Unternehmungen halten sich in Grenzen und ich geh relativ früh ins Bett.. schließlich muss ich um 7 wieder raus. Aber nach der Vorlesung wird erstmal die Tasche in die Ecke geknallt und ne Runde gesurft…
Sampai jumpa! (Cya)

