Freitag, 12. September 2008

Vietnam - der Norden

Back in Hanoi - der stressigsten Stadt der Welt.. der Verkehr und das Gehupe gehn mir so abartig auf die Nerven, bin froh dass es morgen nach Bangkok geht. Vietnams Hauptstadt ist eigentlich echt sehr schoen, hat viel Flair und Style.. aber die Leute sind einfach zu nervig und unfreundlich. Deshalb sind Jogi und ich, als wir letzte Woche von Saigon hierher geflogen sind, auch nur 1 Tag geblieben und haben gleich den Nachtzug nach Sapa genommen. Sapa liegt auf 1600 m Hoehe nahe der chinesischen Grenze. Hier befindet sich der hoechste Gebirgszug des Landes und eine traumhafte Landschaft, die mit vielen ethnischen Minderheiten nur spaerlich bevoelkert ist. Erst vor ein paar Wochen war hier ein grosses Unwetter, vielleicht habt ihr was in den Nachrichten mitbekommen. Touristen wurden teilweise mit dem Hubschrauber ausgeflogen oder waren Wochen von der Aussenwelt abgeschnitten. Das hat uns aber nicht abgeschreckt ein paar Tage in den Bergen zu verbringen. Es war echt super da oben. Erfrischende Temperaturen und besonders die tolle Landschaft mit ihren unzaehligen Reisterassen. Hat mich sehr an Bali erinnert. 4 Tage haben wir in Sapa verbracht, sind viel gewandert, haben eine Nacht in einem Local-Dorf verbracht und mit dem Hausherrn Geburstag gefeiert. Shit, die saufen Reisschnapps so wie wir Bier... Dann gings wieder mit dem Nachtzug 10 Stunden zurueck nach Hanoi. Auf der Hinfahrt hatten wir noch Liegeplaetze erwischt (Holzbank), zurueck gabs nur noch Sitzplaetze. Hatten uns zuvor mit Sapa-Whiskey eingedeckt um die Fahrt zu ueberstehen. Diese war dann sogar schneller vorbei als erwartet ;-) Wir waren mal wieder die einzigen Touris weit und breit und wurden eigentlich die ganze Nacht angegafft.
Zurueck in Hanoi haben wir sofort den Roland, der mit dem Bus von Saigon hoch fuhr, aufgesammelt und 2 h spater waren wir auch schon wieder im Bus und sind dem naechsten Ziel entgegengesteuert. Hui war ich fertig...
3 Tage in der Ha Long Bucht:
Die mystische Landschaft der Ha Long Bucht bezeichnen viele auch als 8. Weltwunder. Aus dem smaragdgruenen Meer ragen an die 2000 Kalksteininseln, die zu bizarren Formen erodiert sind. Es war definitiv mein Vietnam-Highlight auf einer Dschunke durch diese stillen, verschwiegenen Kanaele zu tuckern, bei Sonnenuntergang vom Boot zu springen und dann an Deck zu schlafen. Einfach nur geil! Die andere Nacht verbrachten wir auf der groessten Insel der Bucht im Hotel und sind am naechsten Tag noch im Nationalpark gewandert. Die Landschaft ist der Hammer. Dschungel, Berge und Inseln soweit das Auge reicht.
Jetzt sind wir wie gesagt wieder in Hanoi und weil wir kein Bock auf die stressige Stadt haben, haben wir uns ein DVD-Player ausgeliehen und etliche hier legale DVD-Raupkopien gekauft. Nun verbringen wir die restliche Zeit - bis morgen frueh der Flieger nach Bangkok geht - im Hotelzimmer. Nur gelegentlich geht jemand vor die Tuer und holt was zum Essen und Bier :-)
Vor 6 Monaten haette ich jemand der sowas macht fuer dumm erklaert.. aber nach dieser langen Zeit ist jetzt so langsam wirklich die Luft raus und ich kanns kaum erwarten heim zu kommen. Noch 6 Tage!! Mein letzter Eintrag kommt dann aus Bangkok. Hoffe es laeuft alles glatt dort. Wegen Demonstrationen gegen die politische Fuehrung ist dort gerade Ausnahmezustand. Wir werden sehn.
Viele Gruesse auch von Roland und Jogi!!
Cya

Keine Kommentare: